Intensivwiederholungen

Intensivwiederholung eine Intensitätstechnik im Fitness Lexikon erklärt

Christian Engel
Autor: Christian Engel
Liz. Coach für Training und Ernährung
aktualisiert am: 29.05.2021

Was sind Intensivwiederholungen?

Intensivwiederholungen sind erzwungene Wiederholungen, die nach dem Eintreten des Muskelversagens durch Hilfe eines Trainingspartners durchgeführt werden. Der Trainierende erhält gerade so viel Hilfe, sodass er noch einige Wiederholungen durchführen kann.

Der Hilfspartner greift aber wirklich nur dann ein, wenn eine Hilfe unvermeidbar geworden ist und der Trainierende sonst keine Wiederholung mehr ausführen könnte, bzw. durch seine nicht mehr vorhandene Muskelkraft nicht mehr in der Lage dazu wäre. Der Hilfspartner soll dem Trainierenden jedoch nicht die ganze Last abnehmen, die Hauptlast ist immer noch durch den Trainierenden zu tragen.

Können Intensivwiederholungen auch alleine absolviert werden?

Unter gewissen Voraussetzungen kann der Trainierende sich auch eigenständig, das heißt ohne Hilfe eines anderen, selbst unterstützen. Ein Beispiel dazu ist das Kurzhanteltraining, bei dem eine Hand die jeweils andere unterstützen kann. Ein großer Vorteil bei den Intensivwiederholungen ist, dass die Wiederholungen nicht abgefälscht werden müssen. Man trainiert grundsätzlich mit Intensivwiederholungen, um den Körper über das gegebene Limit hinaus zu fordern.

Worauf sollte man bei Intensivwiederholungen achten?

Ein besonders häufig begangener Fehler bei diesen Wiederholungen ist, dass der Helfer zu früh in die Aktion eingreift, nämlich schon dann, wenn der Trainierende die Übung selbstständig mit letzter Kraft durchführen könnte. Gerade diese letzte, aus eigener Kraft durchgeführte und langsame Wiederholung bringt dem Körper viel mehr, als wenn sie mit der Unterstützung des Trainingspartners durchgeführt werden würde.

Welche Vor- und Nachteile können Intensivwiederholungen haben?

Wie bei jeder anderen Trainingsvariante können auch Intensivwiederholungen Vor- und Nachteile haben. Einer der größten Vorteile ist, dass sich mit der Trainingstechnik die Trainingsintensität steigern lässt, was wiederum zu einem besseren Muskelaufbau und Kraftzuwachs beitragen kann.

Nachteil ist allerdings, dass die Intensivwiederholungen nur mit einem Partner durchgeführt werden können, der über etwas Erfahrung (und Kraft) verfügen sollte, um die Intensivwiederholungen konzentriert durchzuführen und bis an die Grenze der Belastbarkeit gehen zu können. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Körper (insbesondere das Nervensystem) stark strapaziert wird, weshalb die Intensivwiederholungen – sofern sie zu häufig angewendet werden – im Übertraining münden können.

Intensivwiederholungen mit gesunder Ernährung kombinieren

Wer bei seinem Training mit Intensivwiederholungen Fortschritte erzielen möchte, sollte das Training mit einer gesunden Ernährung kombinieren, um dem Körper alle wichtigen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Eiweiß ist als Baustoff für die Muskeln essenziell. Proteine können zu einem besseren Muskelaufbau beitragen, daneben können sie die Regeneration und die Heilung von Muskelverletzungen unterstützen.

Eiweiss / Protein

Um nicht ins Übertraining zu rutschen und den Körper nicht über die Maßen zu strapazieren, werden Intensivwiederholungen nur über einen kurzen Zeitraum empfohlen.

Das Training sollte dabei möglichst auf die jeweiligen körperlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse abgestimmt sein, um bestmögliche Erfolge erzielen zu können.

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Fazit: Intensivwiederholungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit

Intensivwiederholungen sind im Bodybuilding sehr beliebt, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Sie sind eine Erweiterung des Trainings, um nach dem Muskelversagen noch einige Wiederholungen mithilfe eines Trainingspartners absolvieren zu können. Kombiniert mit einer gesunden, eiweißreichen Ernährung können Intensivwiederholungen zu einer Verbesserung des Muskelaufbaus beitragen, wobei sie nur über einen kurzen Zeitraum angewendet werden sollten, um einem Übertraining vorzubeugen und dem Körper genügend Zeit für die Regeneration zu geben.