Kurmolke ( Molke )

Molke und Kurmolke im Fitness Lexikon erklärt

Was ist Kurmolke und für wen eignet sie sich?

Christian Engel
Autor: Christian Engel
Liz. Coach für Training und Ernährung
aktualisiert am: 11.06.2021

Was ist Kurmolke?

Molke ist auch unter dem Namen Käsewasser, Molken, Zieger, Schotte, oder Waddike bekannt. Sie entsteht bei der Käseherstellung und ist eine wässrige, grünlich -gelbe Restflüssigkeit. Dieser flüssige Teil kann nach der Gerinnung der Milch zu Quark oder Käse weiterverarbeitet werden.

Grundsätzlich wird die Molke in zwei unterschiedliche Arten unterteilt. Auf der einen Seite gibt es die Sauermolke. Sie entsteht, wenn Milch mit Milchsäurebakterien versetzt wird. Andererseits gibt es auch die Süßmolke, wenn die Milch wie Lab zur Käseherstellung dickgelegt wird.

Käse, der aus Molke hergestellt wird, ist nahezu fettfrei und damit besonders kalorienarm. Durch das Erhitzen der Süßmolke setzt sich eine flockige Masse ab, die als Ausgangsstoff für die eigentliche Herstellung von Süßmolkenkäse dient. Ein Beispiel für diese Art von Käse ist Ricotta (wird noch zusätzlich angesäuert).

Der Wasseranteil der Molke liegt bei 94 %. Außerdem sind 4 -5 % Milchzucker enthalten, dabei ist die Molke beinahe fettfrei. Weitere Bestandteile sind Milchsäure, die Vitamine B1, B2 und B6, Mineralstoffe, wie zum Beispiel Phosphor, Calcium und Kalium, sowie 0,6 -1 % des sogenannten Molkenproteins.

Diese Proteine stellen neben den Kaseinen die zweite wichtige Eiweißfraktion in der Milch dar. Kuhmilch setzt sich beispielsweise aus 2,7 % Kasein und ungefähr 0,6 % Molkenprotein zusammen, bei 3,3 % Gesamteiweiß. Milch enthält deutlich mehr Eiweiß als Molke und vor allem enthält Molke nicht wie Milch Kasein. Als Nahrungsergänzungsmittel sind meist sogenannte Molkepulver bekannt.

Welche Vorteile hat Kurmolke?

Kurmolke hat einige Vorteile, weshalb sie oft ganz gezielt in der Sporternährung eingesetzt wird. Kurmolke ist zum Beispiel besonders reich an Kalzium – ein wertvolles Mineral für die Knochen und Zähne. Neben Kalium soll Kurmolke auch viel Magnesium enthalten, das zum Beispiel für die Muskeln unentbehrlich ist. Außerdem soll Kurmolke zu einem gesunden Verdauungssystem beitragen können, weshalb das Getränk von vielen gesundheitsbewussten Menschen kurweise konsumiert wird.

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Ein weiterer Bestandteil, der für die Kurmolke spricht, ist das enthaltene Molkenprotein. Im Gegensatz zu Milch ist der Anteil zwar sehr gering, jedoch ist die Kurmolke gänzlich frei von Casein, das auch als Milchprotein bekannt ist. Molkenprotein kann vom Körper sehr gut resorbiert werden – es wird zum Beispiel nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch für die Regeneration gebraucht. Nennenswert ist auch der hohe Anteil an B-Vitaminen (insbesondere das Vitamin B2), die zum Beispiel für das Nervensystem und den Energiestoffwechsel gebraucht werden.

Aufgrund der enthaltenen Mineralien und des hohen Anteils an Wasser sagt man der Kurmolke sogar nach, dass sie beim Abnehmen helfen soll. Dies mag an dem geringen Kohlenhydratanteil liegen, bei einem gewissen Anteil an Molkenprotein und einem hohen Gehalt an Mineralien. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein einziges Produkt kaum zu einer Gewichtsreduktion beitragen kann. Grundlage sollte immer eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung sein – am besten in Kombination mit Sport.

Für wen eignet sich Kurmolke?

Kurmolke soll sich nicht nur für Sportler, sondern für jeden gesundheitsbewussten Menschen eignen. Kurmolke wird dabei oft kurweise getrunken, um die Ernährung während einer Diät zu ergänzen.

Fazit: Kurmolke kann viele Vorteile bieten

Kurmolke ist eigentlich ein Abfallprodukt, das zum Beispiel bei der Käseherstellung entsteht. Es hat einen hohen Wasseranteil, ist besonders reich an Kalzium, Magnesium, Kalium und B-Vitaminen. Außerdem enthält es Molkenprotein, das zu einem besseren Muskelaufbau beitragen kann.