Lecithine

Lecithin im Fitness Lexikon erklärt

Welche Funktion hat Lecithin?

Christian Engel
Autor: Christian Engel
Liz. Coach für Training und Ernährung
aktualisiert am: 16.06.2021

Was ist Lecithin?

Lecithine, zu deutsch Lezithine, kommt aus dem altgriechischen λέκιθος lekithos für Eidotter. Es gehört zu der Gruppe der chemischen Verbindungen, den sogenannten Phosphatidylcholinen. Diese Phospholipide setzen sich aus Glycerin, Fettsäuren, Cholin und Phosphorsäure zusammen. In den Zellmembranen tierischer und pflanzlicher Zellmembranen sind Lecithine Bestandteile. Als Begleitstoffe in Ölen und Fetten kommen sie in besonders hoher Konzentration in Zellen pflanzlicher Samen und in Eidotter vor.

Sie sind wichtige natürliche Emulgatoren, das heißt, sie erlauben das Vermischen von Wasser und Fetten (natürliche Tenside). Die Lebensmittelindustrie kennzeichnet das Vorkommen in Nahrungsmitteln als Sojalecithin, Lecithin oder auch als E 322. Darüber hinaus ist Lecithin ein Wirkstoff in Kosmetik und Medizin und im Bereich der Diätetik ein Teil der Nahrungsergänzungsmittel.

Man kann Extrakte aus Sojabohnen und Eiern gewinnen. Außerdem beinhalten diese Lebensmittel noch weitere Phospholipide, Glycolipide und Sphingomyeline. Heutzutage liefern hauptsächlich die USA, Argentinien und Brasilien Sojabohnen, aus denen jährlich 180 000 Lecithin hergestellt wird. Weltwelt besteht 70 % der Soja -Ernte aus genmanipulierten Soja Pflanzen.

Geringere Quellen zur Gewinnung von Lecithin stellen Sonnenblumen und Raps dar. Außerdem sind Lecithine in Brot - und Backwaren sehr bedeutsame Hilfsstoffe in Backprozessen. Die Teige kleben weniger und sind leichter aufzuschlagen.

Bedeutung von Lecithin im Sport

Für den Körper ist Lecithin von großer Bedeutung, da der Wirkstoff in den Zellwänden von Organen und Geweben (Muskeln und Nerven) enthalten ist und zu deren Flexibilität und Elastizität beitragen kann. Außerdem soll Lecithin ein wichtiger Energielieferant sein und Müdigkeit und Erschöpfung vorbeugen können. Der Körper kann den Wirkstoff zwar selbst herstellen, jedoch nur in einem begrenzten Umfang, weshalb er über die Ernährung zugeführt werden muss. Sojabohnen, Eigelb, Innereien, Sonnenblumenkerne, Lein- und Hanfsamen sind diesbezüglich die besten Lieferanten.

Lecithin kann jedoch nicht nur über die Ernährung zugeführt werden – es wird auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, um dem Körper mehr Lecithin zuzuführen. Eine erhöhte Zufuhr kann vor allem für Sportler sinnvoll sein, die einer erhöhten körperlichen Belastung ausgesetzt sind. Auch können Vegetarier und Veganer einen höheren Bedarf an Lecithin haben, weil sie auf Innereien und Eier, die zu den wertvollsten Lecithin-Lieferanten gehören, verzichten.

Einnahme von Lecithin

Wer zu den genannten Risikogruppen zählt, kann Lecithin begleitend als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Trotzdem sollte immer auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung geachtet werden, die reich an Lecithin ist. Als Nahrungsergänzungsmittel wird Lecithin in verschiedenen Formen angeboten, beispielsweise als Kapseln oder als Pulver. Die Einnahme sollte dabei immer nach den Angaben des Herstellers erfolgen.

Fazit: Lecithin wird auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen

Lecithin ist wichtig für den Körper, da der Wirkstoff zu einer besseren Flexibilität der Zellwände beitragen und Müdigkeit und Erschöpfung vorbeugen kann. Eine erhöhte Zufuhr kann vor allem bei einer erhöhten körperlichen Belastung empfehlenswert sein, um dem Körper in stressigen Zeiten mehr Lecithin zuzuführen.