Hygiene im Fitnessstudio

Hygiene im Fitnessstudio wie Du Dich vor Krankheitserregern schützen kannst
Hygiene - Wie Du Dich im Fitnessstudio vor Krankheitseregern schützen kannst

Christian Engel
Autor: Christian Engel
Liz. Coach für Training und Ernährung
aktualisiert am: 03.07.2020

Hygiene im Fitnessstudio: So kannst du dich vor Krankheitskeimen schützen!

Hygiene sollte in jedem Fitnessstudio das A und O sein. Hier fließt nämlich nicht nur der Schweiß – auch können sich auf Geräten und Hanteln Keime tummeln.

Einleitung

Jeden Tag gehen in Fitnessstudios zahlreiche Studiogäste ein und aus. Leider bleiben dabei auch viele Bakterien und Viren zurück, die auf eine unsachgemäße oder fehlende Hygiene zurückzuführen sind. Sobald Sportler und Studiobetreiber das Thema Hygiene nicht allzu ernst nehmen, können diese Krankheitskeime schnell zu Infektionen führen. Aus diesem Grund sollten beide ein paar grundlegende Hygieneregeln beachten, um die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich einzudämmen.

Hygiene: Warum ist sie so wichtig?

Kaum ein Sportler macht sich beim Training Gedanken über die Sauberkeit des von ihm gewählten Fitnessstudios. Für viele Studio-Besucher gehört es mittlerweile zum guten Ton, die Sitzflächen und Lehnen von Hantelbänken und Fitnessgeräten mit einem Handtuch abzudecken, um sich einerseits vor fremdem Schweiß zu schützen und andererseits selbst keine Spuren zu hinterlassen. Oft vergessen sie dabei, dass die Gefahr ganz woanders lauert. Nämlich dort, wo wir sie gar nicht sehen können.

Die Rede ist von krankmachenden Keimen, die für das Auge unsichtbar sind. Dass wir sie nicht sehen können, macht sie zu einem unsichtbaren Feind, vor dem wir uns und andere besser schützen müssen.

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass Keime oft eingeatmet oder durch bloßes Händeschütteln übertragen werden und über die Schleimhäute oder offene Wunden problemlos in den Körper gelangen. Aus diesem Grund sollte die Hygiene nicht nur beim Training, sondern auch außerhalb des Fitnessstudios großgeschrieben werden, um Krankheitserreger nicht versehentlich zu übertragen und Infektionen weitestgehend vorzubeugen.

Wie werden Keime übertragen?

Übertragungswege gibt es viele. Häufig dringen Keime über die Schleimhäute in den Körper ein, wenn sie zum Beispiel eingeatmet oder über die Hände in die Augen- oder Mundschleimhaut gelangen. Auch können sich krankmachende Bakterien über die Genitalien oder offene Wunden Zutritt verschaffen.

Manche Keime gelangen dabei nur über Umwege in unseren Körper – andere sind dagegen hochgradig ansteckend, sodass ein kurzes Gespräch ausreicht, um sich anzustecken. Die meisten Krankheitserreger kann unser Immunsystem problemlos abwehren – vorausgesetzt, dass die Schleimhäute – eine der besten Schutzbarrieren unseres Körpers – intakt sind und wir uns bester Gesundheit erfreuen und körperlich fit sind.

Damit du dich vor Krankheitserregern bestmöglich schützen kannst, ist es zunächst wichtig zu wissen, auf welchem Wege die Keime übertragen werden und wie du dich in einem Fitnessstudio (und auch außerhalb) schützen kannst.

Krankheitserreger - Mit den richtigen Maßnahmen kannst Du Dich davor schützen
Krankheitserreger - Mit den richtigen Maßnahmen kannst Du Dich davor schützen

Welche Übertragungswege gibt es?

Wenn das Wort „Hygiene“ fällt, werden auch oft die beiden Begriffe „Tröpfchen- und Schmierinfektion“ genannt – zwei Übertragungswege, die auch in Fitnessstudios häufig zu Infektionen führen. Doch was bedeuten sie eigentlich im Einzelnen?

Was bedeutet Tröpfcheninfektion?

Bei einer Tröpfcheninfektion werden in erster Linie Viren über winzige Wassertröpfchen beim Niesen, Husten oder Sprechen abgegeben und können somit leicht von einem anderen Menschen eingeatmet werden.

Zu den häufigsten Viruserkrankungen zählen übrigens nicht nur grippale Infekte und die echte Grippe – auch wird das Coronavirus leicht über Tröpfcheninfektion übertragen.

Was bedeutet Schmierinfektion?

Bei der Schmierinfektion (Kontaktinfektion), werden die Erreger in erster Linie durch den direkten Kontakt, beispielsweise durch das Händeschütteln, übertragen. Greift der Infizierte sich danach ins Gesicht, können die Keime über die Mund- oder Augenschleimhaut in den Körper gelangen. Eine Infektion ist auch auf dem indirekten Weg, beispielsweise durch das Berühren von kontaminierten Gegenständen, möglich.

Immumsystem

Richtige Hygiene im Fitnessstudio: So schützt du dich am besten vor Keimen

Keime gibt es überall. Meistens kommst du damit nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in deiner Bank in Kontakt.

Wusstest du, dass Keime nicht nur auf der Toilette, sondern auch auf Türklinken und Einkaufswagen lauern? Auch gelten Fitnessstudios als Keimfalle, da sich die Erreger häufig auf den Oberflächen von Fitness- und Cardiogeräten, Bänken, Hanteln, Türgriffen oder Toiletten befinden und somit leicht durch Schmierinfektion übertragen werden können.

Aufgrund der Vielzahl an Besuchern, die täglich das Fitnessstudio wechselt, ist die Übertragung von Grippe- und Coronaviren besonders groß. Dabei gibt es ein paar einfache Hygieneregeln, um sich vor krankmachenden Erregern zu schützen – vor allem in der Grippezeit.

Die nachfolgenden Hygieneregeln solltest du übrigens nicht nur im Fitnessstudio, sondern überall umsetzen, um vor Krankheitskeimen gefeit zu sein.

1. Regelmäßig die Hände waschen

Unsere Hände gehören zu den häufigsten Überträgern von Infektionskrankheiten. Jeden Tag berühren wir unzählige Dinge, ohne uns Gedanken darüber zu machen, welche Krankheitskeime wir mit unseren Händen tatsächlich übertragen, die dann über die Schleimhäute in unseren Körper eindringen und Infektionen verursachen können.

Deshalb gilt: Regelmäßiges Händewaschen nicht vergessen – vor allem nach dem Naseputzen und dem Toilettengang. Es gibt viele Studiogäste, die sich nicht nach jedem Toilettengang die Hände waschen, was wiederum zu einer schnellen Kontamination von Fitnessgeräten mit Salmonellen oder Kolibakterien führen kann. Gründliches Händewaschen sollte deshalb nach jedem Toilettengang Pflicht sein.

2. Desinfizieren

Zugegeben: Sich nach jeder Übung gleich die Hände zu waschen, wäre etwas übertrieben – vorausgesetzt natürlich, du hältst die Hände von deinem Gesicht fern, um eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Wer seine Hände zwischenzeitlich reinigen, dafür aber nicht jedes Mal zur Toilette möchte, kann dies auch gerne mit einem Desinfektionstuch oder Desinfektionsspray tun.

Oft kann es ratsam sein, den Fitnessstudiobetreiber auf das Thema Hygiene anzusprechen, zum Beispiel, um spezielle Behälter für die Händedesinfektion aufzustellen oder (im Eingangsbereich oder in den Umkleidekabinen) aufzuhängen. Auch sollten die Geräte nicht nur einmal, sondern mehrmals täglich gereinigt und/oder desinfiziert werden.

3. Handtuch benutzen

Schweiß enthält zwar keine besonders hohe Konzentration an krankmachenden Keimen, jedoch ist es nicht gerade hygienisch, seine Spuren auf den Fitnessgeräten zu hinterlassen. Deshalb solltest du vor dem Training ein Handtuch auf das Polster legen – dies schützt nicht nur dich, sondern auch andere Studiogäste.

Mit dem Handtuch zu trainieren sorgt für mehr Hygiene und schützt Dich vor Krankheitserregern
Training mit Handtuch sorgt für eine bessere Hygiene

4. Offene Wunden abdecken

Über offene Wunden haben Krankheitserreger leichtes Spiel und können im Körper schlimme Infektionen auslösen. Aus diesem Grund solltest du offene Wunden möglichst mit einem Pflaster oder einem Verband abdecken, um mit Sportgeräten nicht in Berührung zu kommen.

5. In die Ellenbeuge niesen oder husten

Beim Niesen oder Husten werden unzählige Krankheitskeime durch das Nasensekret oder den Speichel übertragen, weil die Erreger oft meterweit durch die Luft fliegen. So können sie selbst weit entfernte Oberflächen kontaminieren oder von anderen Studiogästen eingeatmet werden. In die Hand zu niesen, ist deshalb eine längst überholte Etikette, die nicht mehr zeitgemäß ist.

Viel besser ist es, in die Ellenbeuge zu niesen oder husten und sich dabei möglichst von seinem Gegenüber abzuwenden, beziehungsweise einen Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Nach dem Naseputzen gilt auch hier: Das Händewaschen nicht vergessen.

6. Händeschütteln und Umarmungen meiden

Wenn die Grippewelle in der kalten Jahreszeit grassiert, sollte der Fokus noch mehr auf die Hygiene gelegt werden. Gerade wenn es dir nicht gutgeht und du das Gefühl hast, krank zu werden, solltest du auf häufiges Händeschütteln oder Umarmungen tunlichst verzichten. Dies ist oft die beste Möglichkeit, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Für den Fall, dass du dich doch mit einem Virus angesteckt hast, solltest du deine Erkrankung erst in Ruhe zu Hause auskurieren, ehe du wieder mit anderen Personen in Kontakt kommst.

7. Badelatschen beim Duschen tragen

Auch beim Duschen ist Vorsicht geboten: Wer nämlich gerne barfuß läuft, fängt sich leicht einen Fußpilz ein. Mit Badelatschen bist du vor solchen Keimen gewappnet – dies gilt auch in der Sauna.

8. Handtücher und Trainingskleidung gründlich waschen

Eine der wichtigsten Regeln zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist nicht nur die eigene körperliche Hygiene – auch gehört das Waschen von Trainingskleidung und Handtüchern dazu. Sie kommen nämlich nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch in der Umkleide- oder Duschkabine mit Keimen in Kontakt, daneben können sich allein durch Feuchtigkeit Bakterien bilden. Um Handtücher und Trainingskleidung von Keimen zu befreien, werden sie am besten bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen.

Fazit

Hygiene sollte nicht nur in jedem Fitnessstudio, sondern auch im Alltag großgeschrieben werden, um sich und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor Keimen ist das Händewaschen, jedoch können das Husten und Niesen in die Ellenbeuge, die Benutzung von Desinfektionssprays und die gründliche Reinigung von Handtüchern und Trainingskleidung ebenfalls vor einer Ansteckung schützen. Insbesondere in der Grippezeit kann es sinnvoll sein, einen größeren Anstand zu anderen Menschen zu wahren und auf Umarmungen oder das Händeschütteln zu verzichten.

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