Die Schulter - das empfindlichste Gelenk des Bodybuilders

Die Schultermuskulatur im Kraftsport / Bodybuilding

Wer Kraftsport oder auch Bodybuilding betreibt, kommt nicht dran vorbei seine Schultermuskulatur mit ins Spiel zu bringen bzw. sie zu trainieren.
Die Schultermuskulatur hat für den Kraftsportler eine zentrale Bedeutung.
Eine optimale Leistung wird durch ein schmerzfreies Schultergelenk gewährleistet.
Verletzt man sich jedoch an der Schultermuskulatur, so gerät der ganze Trainingsplan eines Bodybuilders ins schwanken. Das Schulter, Brust, Rücken und Trizepstraining wird dann wohl ins Wasser fallen, da die Schulter hier selbst trainiert wird bzw. bei diesen Muskeln mit einbezogen wird. Schulterverletzungen machen einem Bodybuilder bzw. Kraftsportler das Leben nicht leicht, nein sie führen oft zu Trainingspausen und je nach Art von Verletzung sogar manchmal auch zum Ende der Karriere !

Hier wollen wir Ihnen nun die häufigsten Schulterverletzungen im Kraftsport präsentieren:

Etwa 35 bis 43 % aller Verletzungen im Bodybuilding bzw. Kraftsport finden an der Schulter statt. Muskelrisse, -teilrisse oder Zerrungen sind hier die meiste Art von Verletzungen.
Eine weitere Verletzung an der Schultermuskulatur im Bodybuilding kann durch die Auflösung bzw. Verschleiss des Knochen am äußeren Schlüsselbeinende sein. Ein Verschleiss im Schulterhauptgelenk entsteht beim Krafttraining jedoch ziemlich selten, allenfalls langfristig infolge von Knorpelverletzungen durch zu intensives oder falsches Training beim Bodybuilding. Diese Art von Verletzung behebt man operativ – das äußere Schlüsselbeinende wird endoskopisch entfernt.

Die klassischste Schulterverletzung entsteht jedoch oft beim Bankdrücken indem der Pectoralis Major (Großer Brustmuskeln) reißt. Sehnenüberlastung und Sehnenverschleiss
sind in diesem Fall die häufigsten Ursachen für diese Verletzung. Um diese Verletzung zu beheben, ist meistens eine rechtzeitig erkannte Operation an der Sehnennaht  notwenig.
Die Sehnennaht eines Pectoralis major (Großer Brustmuskel) Risses wird über meist einen oder zwei kurze und offene Schnitte vorne an der Schulter bzw. am. Oberarm durchgeführt. Der „wiederangenähte“ Brustmuskel braucht mehrere Wochen bis er am Oberarm wieder eingeheilt ist was somit zu einer längeren Trainingspause führt.
Eine weitere Verletzung an der Schultermuskulatur kann durch einen Riss an der langen Bizepssehne kommen. In diesem Fall reißt die lange Sehne im Bizeps ab im Schultergelenk.
Es entsteht ein plötzlicher Schmerz beim anspannen der Bizepsmuskulatur.

Wie man sieht ist mit Verletzungen an der Schulter nicht zu spaßen.

In diesem Sinne möchte ihnen Sportnahrung Engel Tipps mit auf den Weg geben, um Schulterverletzungen so gut es geht zu vermeiden.

1.    Vor jedem Training gut aufwärmen. Zwei bis drei Aufwärmsätze mit leichten Gewicht ausführen damit die Muskulatur durchblutet und die Gelenke aufgewärmt werden.

2.    Technik vor Gewicht ! Keine zu hohen Gewichte verwenden, wenn keine optimale und saubere Ausführung der Übung gewährleistet ist. Lieber das Gewicht reduzieren, die Übung sauber ausführen und ein, zwei Wiederholungen mehr machen.

3.    Bei Übungen für die Schulter wie z.b Seitheben die Arme immer leicht angewinkelt lassen. Bei Frontheben das Gewicht nicht höher wie auf Kinnhöhe bringen. Bei Drückübungen nie komplett die Arme durchdrücken. So entgeht man Verletzungen am Schultergelenk und kein ein schmerzfreies Training durchziehen.

Weitere Informationen zur Verletzungsprophylaxe finden Sie hier: Schulterverletzungen im Kraftsport