Verbundsätze

Von Verbundsätzen spricht man, wenn zwei unterschiedliche Sätze für dieselbe Muskelgruppe unmittelbar hintereinander ausgeführt werden ohne dass zwischen beiden Sätzen nennenswert pausiert wird.
Verbundsätze werden häufig mit „Supersätzen“ verwechselt. Anders als bei Verbundsätzen handelt es sich bei Supersätzen jedoch um die Kombination von Übungen für antagonistische Muskeln oder Muskelgruppen, z.B. für Bizeps und Trizeps oder für Brust- und Rückenmuskulatur. Der Nutzen von Supersätzen wird darin gesehen, dass bei der abwechselnden Beanspruchung antagonistischer Muskeln der jeweilige Antagonist gedehnt wird, während der Agonist verkürzt wird. Im Gegensatz zu Verbundsätzen handelt es sich bei Supersätzen daher nicht um eine klassische Intensitätstechnik.
Verbundsätze belasten den Muskel über den Punkt des momentanen Muskelversagens hinaus, indem zunächst eine Übung für die Zielmuskulatur ausgeführt wird und bei Eintreten des Muskelversagens sofort zu einer anderen Übung für dieselbe Muskelgruppe übergegangen wird. Ein Beispiel hierfür wäre ein Satz Nackendrücken, unmittelbar gefolgt von Seitheben.
Erklärt wird der intensitätssteigernde Effekt von Verbundsätzen damit, dass zunächst so viele Muskelfasern wie möglich in der Zielmuskulatur erschöpft werden und anschliessend durch eine weitere Übung andere Muskelfasern derselben Muskelgruppe einbezogen werden.
Quelle: „1 Satz Training“ von Dr. Dr. Jürgen Gießing

Im Folgenden wird ein Beispiel für einen Verbundsatz genannt:

  •   1 Satz Langhatelcurls, welcher direkt gefolgt wird von 
  • 1 Satz Kurzhantelcurls auf der Schrägbank 
  • Danach erfolgt eine Pause und anschließend die Widerholung der beiden Übungen

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