Glykämische Ladung (GL)

Glykämische Last

Der Glykämische Index wird durch die Glykämische Last erweitert bzw kann man sagen, dass die Glykämische Last eine Weiterentwicklung des Glykämischen Indexes ist. Unter Berücksichtigung des Glykämischen Indexes wird bei der Glykämischen Last auch berücksichtigt, wie viele Kohlenhydrate in einem Nahrungsmittel enthalten sind.

Die Berechnung der Glykämischen Last ( abgekürzt GL ) funktioniert folgendermaßen:

der Glykämische Index ( GI ) wird mit der Menge an Kohlenhydraten ( KH ) je 100 g Nahrungsmittel miteinander verrechnet.

Dies lässt sich gut an einem Beispiel mit gekochten Möhren erörtern: Gekochte Möhren haben einen Glykämischen Index GI von ca. 70. Der Kohlenhydratgehalt KH in Möhren in niedrig und folglich müsste man 700 g Möhren zu sich nehmen um dem Körper 50 g Kohlenhydrate zuzuführen.

Das unterscheidet dieses Beispiel von anderen Lebensmitteln mit einer hohen Dichte an Kohlenhydraten. Den gleichen Glykämischen Index wie Möhren hat beispielsweise ein Baguette Brot, wobei bereits 100 g des Brotes 48 g Kohlenhydrate liefern. Daher muss man verhältnismäßig viel weniger Brot aufnehmen, nämlich nur 104 g um die gleiche Menge ( 50 g ) Kohlenhydrate zuzuführen. Insofern ist also die Menge an zugeführten Lebensmitteln um einen bestimmten Kohlenhydratwert zu erreichen sehr unterschiedlich.

Wenn man die Kohlenhydratmenge berücksichtigt und den Glykämischen Index hinzuzieht, - ergibt sich aus allen berücksichtigten Faktoren die Glykämische Last. Demnach kommt man zu der Erkenntnis, dass das Bauernbrot trotz eines identischen Glykämischen Indexes einen 6 Mal höheren Effekt hat als eine gleiche Menge an gekochten Möhren.