Ballaststoffe

Als Ballststoffe bezeichnet man vorwiegend unverdauliche Bestandteile der Nahrung, welche überwiegend in pflanzlicher Nahrung vorkommt. Es handelt sich meist um Kohlenhydrate, also Polysaccharide. Unter Polysacchariden versteht man Kohlenhydrate, die aus einer hohen Anzahl an Einfachzuckern bestehen und über eine chemische Verbindung verbunden sind. Ballaststoffe sind in geringen Mengen in Milch, in höheren Mengen in Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten enthalten. Ballaststoffe unterscheiden sich dadurch, dass sie entweder wasserlöslich oder wasserunlöslich sind. Zu den wasserlöslichen zählt man beispielsweise Pektin und Dextrin, zu den wasserunlöslichen z.B. Cellulose. Außerdem binden alle Ballaststoffe, - mit einer Ausnahme von Lignin, Wasser. Man spricht in diesem Fall von Quellstoffen, die sogar eine Wasserbindung des bis zu 100 fachen des Eigengewichtes tragen können. 
Weitere Beispiele für Ballaststoffe sind Alginate, Hemizellulose und Inulin. Pektin kommt besonders in Äpfeln vor, Lignin beispielsweise in Gemüse und Hemizellulose in Gerste und in Hülsenfrüchten. Erzeugnisse aus Getreiden zählen in Deutschland mit 41 % als wichtigste Ballaststoffquelle, Obst ( 21% ) und Gemüse mit 16 % der Ballaststoffquellen. Lebensmittel haben einen sehr unterschiedlich hohen oder niedrigen Anteil an Ballaststoffen. Sehr viel ist in Feigen, Datteln, Pflaumen, Roggen, Dinkel, Weizenspeisekleie und Roggenvollkornmehl vorhanden. 
Ballaststoffe werden unverdaut mit dem Stuhlgang ausgeschieden.